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Immer einen Platz zum Parken

Ich habe eine richtig miese Parkplatzsituation an der Arbeit. Das Frankfurter Bahnhofsviertel ist voll mit Anwohner-Plätzen, Buchten mit Parkomaten, Parkhäusern und Halteverboten. In aller Regel ist es egal um welche Zeit man angetuckert kommt, ob acht oder halb eins, man hat ohne Weiteres oft eine halbe bis dreiviertel Stunde bis man einen Parkplatz in einigermaßen brauchbarer Nähe gefunden hat für den man kein Knöllchen bekommt. Das führte in der Vergangenheit immer wieder dazu, daß sich über den Monat verteilt 10 bis 15 Strafzettel angesammelt haben, von 15 bis 25 € jeweils. Das überstieg in nullkommanix die monatlichen Kosten für einen Stellplatz im Parkhaus – also musste Abhilfe her: Bis auf weiteres sollte es genügen die Strafzettelanzahl zu reduzieren, später im Winter sollte besagter Platz in Beschlag genommen werden, aber das ist jetzt erstmal nicht so wichtig.

Was also war zu tun? Ich hatte mehrere Möglichkeiten:

Ich könnte einen Zauber in das Auto einflechten, der ab einer gewissen Entfernung (Trigger) zum Ziel dafür löst, daß ein /oder mehrere Parkplätze frei werden.

Ich könnte auf die Straßen durch das Abschreiten und Einarbeiten dafür sorgen, daß die Straße für mich einen immer sicheren Platz parat hat.

Oder wir nehmen die einfachste, wenn auch übers Jahr verteilt aufwendigste Lösung: Den Freiräumer

Der Freiräumer baut auf der Sigillenmagie auf und funktioniert nach dem Fire & Forget Prinzip. Anstelle der Sigille wird aber eine etwas abstrahierte Situation visualisiert, die das was wir erreichen wollen beinhaltet. Als erstes blendet man sich vor dem geistigen Auge eine abstrakte Karte der Straßen und der Umgebung um das Ziel ein, dabei sind die bevorzugten Abschnitte wo man gut parken kann mit Autos zu versehen (das würde zum Beispiel als direkte Sigille dazu führen, daß man keinen Parkplatz bekommt, da wir aber das Bild nicht laden, sondern als Ausgangslage nehmen, ist das egal). Als nächstes blendet man sich eine Zeitleiste ein und lässt einige dieser Autos (am besten zwischen 3 und 5) aus eben jenen Positionen wegfahren, während die Zeitleiste läuft (für Zeitleisten konsultiert Ihr am besten das Video-Wiedergabe-Programm Eurer Wahl).

Das ist, wenn man so will, bereits der Willenssatz und Schlüssel. Der eigentliche Ladeprozess geht hier los: Man erweitert die Map um sein eigenes Fahrzeug (man sollte das ganze generell nicht weit von seinem Ziel machen, da man ansonsten riskiert die Parkplätze für andere freizuräumen) und visualisiert seine Ankunft vor Ort mit den mehreren freien Parkplätzen in der Umgebung. Die Zeitleiste sollte hier enden und wir “spulen zurück” zu dem Moment wo die Fahrzeuge begonnen haben sich zu entfernen und lassen es dann nochmal durchlaufen. Das kann man bei Bedarf einige Male wiederholen (für Sig-Cracks: bis sich dieses spezielle Gefühl einstellt was man vom “Ankommen” des Befehls aus der klassischen Sigillenmagie vom Ende der Todeshaltung her kennt).

Die Bannung selbst ist der einfachste Teil – wenn man das Laden abgeschlossen hat (es gibt auch Leute die das mit dem klassischen Ladebalken vom PC visualisieren) – es gibt ein 5 sek Fadeout wie bei einer selbstausblendenden Applikation oder einem Programm, was in den Sleep/Standby/Hintergrund-Modus schaltet.

Diese kleine Technik in verschiedenen Variationen half mir in letzter Zeit mit einer Trefferquote von etwas über 70%. Der Monat ist fast rum und ich hab gerade mal 2 Knöllchen gekriegt.

Technisch gesehen hat dieser Effekt folgende Vorteile: Durch das großflächige Abdecken von potenziellen Parkplätzen und die Freiräumung mehrerer gleich auf einmal ist die Wahrscheinlichkeit von Anfang an recht hoch, daß die erwünschte Situation eintritt – verglichen mit einem ganz bestimmten Parkplatz, am besten noch wo man zusehen kann wie jemand ihn einem vor der Nase wegschnappt. Dadurch, daß es sich eigentlich um eine steuerungsmagische Parametermanipulation handelt, ist der Energieaufwand, den man für die Wirkung dieses Zaubers betreiben muss nahe Null.

Wenn ich es über meine heißgeliebte kybermagische Konsole jagen würde, würde der Magickode so aussehen:

MyCar.ArrivalTime(Area) = 00:05:01
Area.spaces(clear) = X ^ Time(00:00:00)
Area.spaces(occupied).cars.drive(away) = 5 ^ Time(00:03:00)
Area.spaces(clear).cars.drive(incoming) < 3 ^ Time(00:05:00)

Selbst wenn kein Platz ist (X == 0) sind am Ende (00:05:01) noch mindestens 2 Plätze frei. Ich arbeite hier aber lieber mit Visualisation der Karte, weil es sehr nah an der Verkehrsthematik ist (dank Navis und Google Maps und so). Viel Spaß beim rumprobieren und lasst Euch nicht abschleppen (immer schön 2,40m zur Seite Platz lassen hilft)!

Ich hoffe meine Ausführungen waren anregend zu lesen.
Line of Sight

Kurzüberblick Sigillenmagie

Viele Bücher beinhalten mittlerweile die Techniken und Methoden von A. O. Spare und darauf aufbauenden Nachfolgern. Das zugrundeliegende Modell ist recht schnell erklärt: Der menschliche Geist besteht aus einem Bewussten Teil und einem Unbewussten, die durch den sog. Zensor voneinander getrennt sind. Eben jener sorgt dafür, daß das was in der Tiefsee schwimmt auch genau da bleibt, aber auch das bewusste nicht einfach so in die Tiefen sinkt.

Jetzt ist die Sigillenmagie aber genau so eine Methode, die einen bewussten Befehl in die unbewusste Wirkungsebene katapultiert, damit er von dort aus seine Wirkung entfalten kann. Die Techniken sind vielseitig, am verbreitetesten sind aber die Bildmethode (Formen der eigentlichen Ladetechnik variieren) und die Mantra-/Wortmethode, aber meine Bisherigen Experimente mit essbaren Sigillen, welchen auf Hölzern zum durchbrechen oder aber sogar in einem Zeichenprogramm fürs Smartphone haben erstaunliche Ergebnisse erzielt.

Das Funktionsprinzip ist einfach:

1. Man formuliere positiv ein Ziel
Positiv ist an dieser Stelle wichtig, weil das Unbewusste ein “nein” oder ein “nicht” oder ein “kein” nicht versteht und es weglässt. (Auf eine ähnliche Weise zieht man unbewusst genau das an was man ganz und garnicht und fast schon bewusst nicht will, das ist ein Kehreffekt, in Fachkreisen “Nein.. nein.. nein.. ach verdammt!” genannt) Der Satz sollte so kurz und prägnant sein wie es nur irgend geht. Einfache Hauptsätze, Dinge auf den Punkt bringen, ohne viel Traraaa.

2. Den Willenssatz kürzen
Man streicht die doppelt vorkommenden Buchstaben bzw macht aus einem Satz den man nur noch in Silbenform am Stück ausspricht etwas leichter verdaulicheres. Sprich man kürzt die Silben runter auf etwas, was sich einfach aussprechen und merken lässt. Bei den Buchstaben der Bildmethode, kommt der Schritt dazu, sie ineinander zu verflechten und die Formen zu verfremden bis vom Ursprünglichen kaum noch was zu finden ist.

3. Die Sigille “laden”
Was manche dazu bewegt, sich in die Todeshaltung I und II zu begeben und in einem beinahe Totalstillstand der Sinne bis zur Unaushaltbarkeit zu verharren oder aber sich davon freizuzittern, lässt andere wiederum die Sigille in Erregungstrance angaffen oder sie bis zur geistigen Desinsibilisierung und eigenen Unverständlichkeit zu wiederholen.

Ich persönlich bevorzuge an dieser Stelle das kybermagische Skript, welches ich dafür entwickelt hab, ich kann Wiederholungen nämlich nicht ausstehen und daher ist mir die Wortmethode auch ferner als die anderen. Gehen tut natürlich alles, man muss eine Methode finden die einem am meisten liegt.

Schrittabfolge ist simpel: Man leitet die Trance ein – speist die Sigille ein – bannt. Zum Bannen wird empfohlen laut aufzulachen oder sich von dem gerade getanen komplett abzulenken, im Idealfall zu vergessen, was der Willenssatz aus Punkt 1 überhaupt gewesen ist und Dingen ihren Lauf lassen.

Das wars schon, das ist das grobe Funktionsprinzip!

Klingt einfach – und das ist es auch. Eine der effizientesten Techniken in der gesamten magischen Werkzeugkiste. Zugegeben, für die meisten zeremoniell arbeitenden Magier ist es zu simpel, zu unmystisch und banal, für die meisten Chaoiker allerdings gefundenes Fressen, weil es den Prozess nicht unnötig aufbläst, das Bewusstsein nicht mit irgend einem pseudoesoterischen Scheiß zumüllt und schnell, einfach und überall verfügbar ist.

Die verschiedenen Techniken und Methoden, Verfeinerungen und Variationen, Abwandlungen und Kreuzungen werden wir später behandeln – die meisten sind sich in ihrem Grundprinzip sehr ähnlich, aber fühlt Euch ruhig bemüßigt selbst zu experimentieren, das macht nicht nur Spaß, sondern bringt Euch auch ein gutes Stück weiter.

Ich hoffe meine Ausführungen waren anregend zu lesen.
Line of Sight